Liebe Genossenschafter*innen
Liebe Leser*innen

2025 war ein Kalenderjahr zum Feiern: Als «Internationales Jahr der Genossenschaften» machte es global sichtbar, was gemeinschaftlich organisiertes Wirtschaften und Wohnen bewirken kann. Für den Sunnige Hof ist dieses Jahr Anlass, mitzufeiern und zugleich einen Moment innezuhalten. Es lädt dazu ein, den Blick auf das Wesentliche des gemeinsamen Wohnens zu richten. Doch womit lässt sich eine Wohnbaugenossenschaft eigentlich vergleichen?

Wer sich für diese Wohnform entscheidet, verpflichtet sich bewusst für ein gemeinsames Unterwegssein. Wie in einem Boot tragen alle Verantwortung füreinander. Es bietet Schutz und Halt – doch tragfähig bleibt es nur, wenn Vertrauen und Verlässlichkeit gelebt werden.
Von diesem Bild ausgehend widmet sich der Geschäftsbericht den besonderen Stärken dieser Wohnform. Im Zentrum stehen dabei Wohnsicherheit, Miteigentümerschaft und Mitbestimmung – Werte, die gerade in einer Zeit an Bedeutung gewinnen, in der Wohnen für viele Menschen
an Sicherheit verliert.

Denn das Wohnen beginnt nicht erst mit der Unterschrift des Mietvertrages. Es beginnt mit der Gewissheit, bleiben zu können. Mit dem Vertrauen, anzukommen und Halt zu finden – in einem angespannten und zunehmend unberechenbaren Wohnungsmarkt. Wohnsicherheit
ist deshalb kein abstrakter Begriff, sondern ein zentrales Versprechen von Wohnbaugenossenschaften und eine verbindliche Aufgabe. Was das konkret bedeutet, zeigt die Geschichte von Susanne Kneisl und Margarita Boppart. Nach über vierzig Jahren verloren die beiden Rentnerinnen ihr Zuhause durch eine Kündigung wegen Eigenbedarfs. Nach einer herausfordernden Suche fanden sie im Sunnige Hof einen Ort, an dem sie bleiben können. Ihre Erfahrung steht stellvertretend für Verlässlichkeit und ein Zuhause mit Perspektive.

Doch eine Genossenschaft ist weit mehr als ein sicherer Ort. Wer hier wohnt, ist nicht bloss Nutzer*in von Wohnraum. Mit dem Erwerb von Anteilscheinen werden die Bewohnenden Teil eines gemeinsamen Unternehmens. Miteigentümerschaft bedeutet, Verantwortung für gemeinsames Eigentum zu übernehmen – und für das langfristige Funktionieren von Wohnraum, Gemeinschaft und Organisation. Der Anteilschein ist damit mehr als ein finanzieller Beitrag.

Diese Verantwortung prägt auch den Umgang mit Entscheidungen – und führt zur Mitbestimmung. Mitsprache ist ein integraler Bestandteil der Genossenschaft und Voraussetzung dafür, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen. Dafür braucht es klare Orientierung, verlässliche Führung und gegenseitiges Vertrauen. Ein Boot lässt sich nicht steuern, wenn alle gleichzeitig am Ruder zerren.

Snezana Blickenstorfer & Gabriele Burn

Unsere Siedlungen

Lagebericht

Was Genossenschaften zusammenhält

2025 rückt als Internationales Jahr der Genossenschaften eine Wohnform in den Fokus, die auf gemeinschaftlichem Handeln basiert. Für den Sunnige Hof ist dies Anlass, den Blick zu schärfen: Was leistet eine Genossenschaft im täglichen Leben? Im Zentrum stehen Wohnsicherheit, Miteigentum und Mitbestimmung – drei Elemente, die zeigen, wie gemeinsames Wohnen in einem zunehmend angespannten Wohnungsmarkt Stabilität schaffen kann.

Finanzbericht und Jahresrechnung

33.9
Mio. CHF

Mietzinseinnahmen

738.3
Mio. CHF

Bruttoanlagekosten inkl. Baukonti

1785

Wohnobjekte

530.8
Mio. CHF

Verzinsliche Verbindlichkeiten

0.4
Mio. CHF

Jahresgewinn

16.3
Mio. CHF

Cashflow Betrieb

7
Mio. CHF

Einlagen Erneuerungsfonds

2744

Genossenschafter*innen

58

Mitarbeiter*innen

Diagramm Diagramm